Neapel & Amalfiküste
Dolce Vita auf 2 Rädern
3 Tage Neapel
Unser Abenteuer startete in Neapel – einer Stadt, die voller Leben und Geschichte steckt. Meine Schwester und ich tauchten drei Tage lang in das lebendige Herz Süditaliens ein.
Neapel erkundeten wir größtenteils zu Fuß, und das war die beste Wahl. So entdeckten wir die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt, bewunderten die barocke Kirche Gesù Nuovo und das bunte Kloster Chiostro di Santa Chiara.
Kulinarisch wurde es zum Highlight: Neapel gilt als die inoffizielle Welthauptstadt der Pizza, und das schmeckt man wirklich! Die neapolitanische Pizza mit ihrem fluffigen Rand und dem würzigen Belag war einfach unvergesslich – ich träume heute noch davon.
Ein absolutes Erlebnis war unsere spontane Tour in die Unterwelt der Stadt. Was erst nach einem typischen Touri-Programm klang, entpuppte sich als aufregende Zeitreise. Wir krochen durch enge Gänge, standen in antiken Aquädukten und Luftschutzbunkern und bewunderten griechische und römische Relikte – bis zu 40 Meter unter der Erde. Fun Fact: Einige dieser Katakomben sind über 1800 Jahre alt!

Ganz oben auf unserer Liste stand natürlich der Vesuv. Mit einem Kombiticket aus Zug und Bus erreichten wir den Startpunkt und wanderten circa 30 Minuten zum Kraterrand. Dort verbrachten wir zwei Stunden mit einer atemberaubenden Aussicht. Der Krater rauchte leicht, was uns zwar kurz nervös machte, aber offenbar normal ist aufgrund des wechselhaftem Septemberwetters!
Ein weiterer Höhepunkt war Pompeji, die antike Stadt, die vor fast 2000 Jahren vom Vesuv verschüttet wurde. Mit einem Guide schlenderten wir durch das riesige Ausgrabungsgelände. Seine Erzählungen ließen die Ruinen lebendig werden und gaben uns Einblicke in den Alltag der Menschen damals. Wir verbrachten fast einen halben Tag dort – und haben längst nicht alles gesehen. Pompeji ist riesig und steckt voller faszinierender Details, die man ohne Führung leicht verpasst.

4 Tage Sorrent & Amalfiküste
Nach Neapel ging es für uns weiter mit der Fähre nach Sorrent. Die kleine Stadt verzauberte uns sofort mit ihrem mediterranen Flair, den hübschen Gassen und der entspannten Atmosphäre. Hier ließen wir es ruhiger angehen, genossen das italienische Lebensgefühl und suchten das perfekte Gefährt für die Amalfiküste: ein Motorrad. Bei den engen, kurvigen Straßen war das eindeutig die richtige Wahl.
Nach dem Check-in in unserem Resort starteten wir weiter Richtung Süden. Die Aussicht entlang der Küstenstraße war schlicht atemberaubend. Bereits am ersten Tag fuhren wir durch Positano – eine Postkartenstadt mit bunten Häusern, die sich spektakulär an die Felsen schmiegen – bis nach Amalfi. Dort schlenderten wir durch die engen Gassen und genossen einen Espresso mit Blick aufs Meer.
In den folgenden Tagen kurvten wir mit dem Motorrad durch kleine Dörfer, vorbei an Zitronenhainen, über Panoramawege und zu versteckten Aussichtspunkten. Die Amalfiküste ist ein Traum aus Felsen, Sonne und Meer. Jeder Halt fühlte sich wie ein kleines Abenteuer an, jede Kurve bot neue Fotomotive. Nach dieser eindrucksvollen Reise begann unser nächstes Abenteuer. Wie kommen wir zurück nach Hause, wenn dort gerade ein Hochwasser wütet?
von Elisa Grestenberger














